The Voice of Germany toppt den Superstar

Das neue Casting-Spektakel "The Voice of Germany"

Noch mehr Show, noch mehr Lichtspektakel, noch schnellere Schnitte – The Voice of Germany präsentiert sich in einer Verfassung, die auch dem antiken Kolosseum Roms zur Ehre gereicht hätte. Entstanden in der Werkstatt Endemol bricht dieses Format zur Zeit alle Quotenrekorde.

Eine Jury aus kompetenten Stars; Foto: Sat1/Pro7

Eine Jury aus kompetenten Stars; Foto: Sat1/Pro7

Damit erwächst dem kodderigen Dieter Bohlen ernsthafte Konkurrenz. Pro7/Sat1 setzen auf eine seriöse Talentförderung und einen menschenwürdigen Umgang mit den Kandidaten statt auf prolliges Verunglimpfen von Möchtegern-Künstlern, und der Erfolg gibt ihnen Recht. Dagegen wird Superstar und DSDS einfach prollig. Allersings bleibt auch hier abzuwarten, ob es etztendlich um die jungen Talente geht oder diese um der Quote willen dann doch nur verwurstet werden.

Wohltuend auf jeden Fall: Die Jury ist kompetent und musikalisch breit gestreut besetzt. Nena vertritt den Pop, Xavier Naidoo den Soul, Rea Garvey Rock-Pop sowie die beiden Vertreter der Band The BossHoss die klassiche Rock-Richtung. Die Auswahl der Kandidaten erscheint sorgfältig: sie können auf jeden Fall singen. Und das sticht ebenso wohltuend gegenüber den RTL-Formaten hervor, wo alle Naslang die Darbietungen offensichtlich nur dem Klamauk und Niedermetzeln der Aspiranten dienen. Es bleibt also absolut spannend zu erfahren, wie die weiteren Stufen dieses Wettbewerbs abgewickelt bzw. abgesungen werden.

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